ResiKomp – Quarterly Rückblick 2026/1
Januar bis März 2026: Auftakt für das Projektjahr 2026
Zu Beginn des Jahres 2026 standen im Projekt ResiKomp vor allem die Planung des zweiten Projektjahres und die Umsetzung ganz konkreter nächster Schritte im Fokus. Nach dem Konsortialtreffen im Dezember wurden zentrale Themen wie Datenaustausch, Kompetenzen und die Anforderungen an das geplante Kompetenzdepot weiter vertieft. Gleichzeitig arbeiteten die Projektpartner an ersten Prototypen für das Kompetenzdepot und bereiteten neue Formate vor, um die Projektarbeit gezielt voranzutreiben.
Januar: Start ins zweite Projektjahr und Abschluss des Projektjahres 2025
Nachbereitung Konsortialtreffen Dezember 2025
Das Jahr 2025 konnten wir erfolgreich mit unseren Konsortialtreffen im Dezember an der FAU abschließen. Anschließend wurde das Treffen nachbereitet, Ergebnisse der Workshops zusammengeführt und für die weitere Bearbeitung priorisiert. So konnten wir vor den wohlverdienten Weihnachtsurlauben bereits konkrete To Dos für das neue Jahr festhalten.
Datenaustausch: interner Status Quo
Im neuen Jahr beschäftigten wir uns zunächst intensiv mit dem Thema “Daten”. Um zu verstehen, wie Daten in verschiedenen Organisationen genutzt werden und um daraus Regeln für das Kompetenzdepot abzuleiten, beleuchteten die Industriepartner, wie sie in konkreten vergangenen Fällen mit externen Akteuren zusammengearbeitet und Daten geteilt haben. Die Ergebnisse werden uns wichtige Einblicke dafür geben, unter welchen Rahmenbedingungen der Austausch von Daten, Wissen und Ressourcen im Kompetenzdepot stattfinden kann und geschützt werden muss.
Die Auswertung zeigt, dass die Industriepartner bereits über viele resilienzrelevante Daten verfügen, diese jedoch überwiegend in internen Systemen, Datenbanken, Excel-Listen, Dokumenten oder funktionsspezifischen Tools verteilt sind. Besonders wertvoll für Krisensituationen sind Lieferanten- und Partnerkontakte, Standort- und IT-Profile, HR-Kompetenzen und Rollen, Informationen zu Lieferantenrisiken und Abhängigkeiten sowie Daten zur Beschaffungsstruktur, zu Kapazitäten, Lagerbeständen und Produktionskennzahlen. Diese Daten können im Krisenfall helfen, schneller die richtigen Ansprechpartner zu identifizieren, alternative Standorte oder Lieferwege zu prüfen, verfügbare Kompetenzen und Kapazitäten abzugleichen, Risiken besser einzuschätzen und Ressourcen gezielter umzuverteilen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Bereitschaft zum Datenaustausch stark von Schutzmechanismen abhängt: Die meisten Daten werden als privat eingestuft und können nur bedingt geteilt werden, etwa durch Aggregation, Anonymisierung, klare Zweckbindung, zeitliche Begrenzung, NDAs und rollenbasierte Zugriffsrechte. Für das Kompetenzdepot ergibt sich daraus, dass nicht Rohdaten im Mittelpunkt stehen sollten, sondern geschützte, strukturierte und kontextualisierte Informationen, zum Beispiel Kompetenz-Tags, Risikobänder, aggregierte Kapazitätssignale, bereinigte Krisen-Playbooks oder durchsuchbare Rollen- und Fähigkeitenverzeichnisse. Damit kann das Kompetenzdepot als vertrauenswürdige Schnittstelle dienen, die relevante Daten nutzbar macht, ohne sensible Unternehmensinformationen offenzulegen.
Februar: Weiterentwicklung, Vertiefung und Ausblick im Projekt
Ausblick & Ziele für das zweite Projektjahr
Im Februar nutzten wir den Schwung des neuen Jahres, um unsere gemeinsamen Ziele für das ResiKomp-Jahr 2026 abzustecken.
Wir wollen in diesem Jahr unsere Status-Quo-Analyse zur Resilienz, Kommunikation und Datenaustausch abschließen. Auch das Kompetenzlücken-Screening soll abgeschlossen werden, mit dessen Hilfe wir für Resilienz notwendige Kompetenzen besser identifizieren und erfassen wollen. Eines der wichtigsten Ziele des Jahres ist es, die Anforderungen an das Kompetenzdepot final zu definieren.
Nachdem die Anforderungen erarbeitet wurden, sollen klare Regeln für eine sichere Nutzung des Kompetenzdepots festgelegt, das operative Handeln verstärkt, erste Prototypen des Kompetenzdepots entwickelt und diese anwendungsorientiert getestet werden. Während der Durchführung der einzelnen Anwendungsszenarien der Industriepartner verfolgen diese auch zusätzliche individuelle Ziele. Beispielsweise wollen sie die bessere Erkennung von Ausfällen in Produktionsprozessen durch Sensorik erproben oder Resilienz als Faktor bei der Kostenbetrachtung von Produkten einbeziehen.
Allgemein wollen wir Unternehmensexperten (z. B. aus dem Bereich Risikomanagement) und Lieferantennetzwerke stärker einbeziehen. Aber auch der interdisziplinäre Austausch der einzelnen Partner und Bereiche (wissenschaftliche Forschung und industrielle Anwendung) soll verstärkt werden. Außerdem wollen wir das Jahr nutzen, um das Projekt ResiKomp in verschiedenen Veranstaltungsformaten der Öffentlichkeit zu präsentieren,
beispielsweise im Rahmen des Nürnberg DIGITAL FESTIVALS. Auch aus wissenschaftlicher Sicht soll die Verwertung und Präsentation des Projekts gestärkt werden, beispielsweise durch Interviewstudien, Paper oder Konferenzpublikationen.

Save the Date ResiKomp x NUEDIGITAL am 25.6.2026
Kompetenzen: Vertiefungsworkshops
Die Projektpartner trilogIQa und TUC führten das Konsortium in einem mehrtägigen Workshop fachlich durch das Thema Situationsbewusstsein in Stresssituationen und die dafür benötigten Kompetenzen. Mit verschiedenen Workshopmethoden regten sie die Projektpartner zudem zur interdisziplinären Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Austausch an.
Anhand von Praxisbeispielen erarbeiteten wir, in welchen vergangenen Situationen der Organisationen ein hohes oder niedriges Situationsbewusstsein herrschte. Darauf aufbauend entwickelten die Projektpartner gemeinsam Ideen, wie in Krisen ein gemeinsames Situationsbewusstsein im Team geschaffen werden kann, beispielsweise durch eine sachliche Berichterstattung, eine zentrale Informationsplattform sowie klare Fehler-Ursachen-Analyse. Außerdem wurden theoretische Ansätze für ein besseres Situationsbewusstsein in stabilen und dynamischen Situationen diskutiert und konkrete Tools für die praktische Anwendung erarbeitet. In Kleingruppen beschäftigten sich die Projektpartner zusätzlich mit der Definition von Kompetenzen, die für den Umgang mit dynamischen Situationen notwendig sind. So konnte das Konsortium für das Projekt konkretisieren, was beispielsweise Kontext- oder Innovationskompetenz im gemeinsamen Projektkontext bedeuten.
Kompetenzen: Auswertung der Literaturanalyse
Die TUC stellte dem Konsortium eine Literaturanalyse vor. Dabei wurden die in der Theorie für Resilienz notwendigen Kompetenzen mit denen der Good und Bad Practice Beispiele der Industriepartner abgeglichen, um abzuleiten welche Kompetenzen zum erfolgreichen Umgang mit einer Krise beitrugen und welche Kompetenzen fehlten und so Krisen verstärkt haben. Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage, um zentrale Kompetenzanforderungen für das geplante Kompetenzdepot im Projekt weiter zu konkretisieren.
Erweiterung des ResiKomp-Spots
Neuigkeiten gibt es auch am ResiKomp Spot im JOSEPHS. Seit Februar können sich Besucher an einer interaktiven Feedbackwand mit vier Use Cases zu globalen Krisen und geopolitischen Spannungen auseinandersetzen und ihre Ideen zu Auswirkungen dieser Krisen und Lösungsvorschlägen zur Prävention der Krisen – sowohl auf organisationaler als auch auf persönlicher Ebene – notieren.
Außerdem können sie an einer digitalen Umfrage teilnehmen, die ihre persönlichen Einschätzungen und Erfahrungen zum Thema industrielle Resilienz einholt. Die Antworten sollen uns dabei helfen, praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen und unsere eigenen Ergebnisse zu validieren. Eine Teilnahme an der Umfrage ist auch unter folgendem Link möglich.

Der neue ResiKomp Spot im JOSEPHS
März: Erste Prototypen und nächste Forschungsschritte
Qualitativen Interviews
Zur Vertiefung der bisherigen Projektergebnisse wurden qualitative Interviews mit den Industriepartnern vorbereitet. Ziel war dabei, zusätzliche Einblicke in praktische Erfahrungen mit Disruptionen, unternehmensübergreifender Zusammenarbeit und möglichen Anforderungen an ein Kompetenzdepot zu gewinnen. Die Interviews sollen dabei helfen, die bisherigen Projektergebnisse mit zusätzlichen Perspektiven aus der Praxis anzureichern. Im Fokus stehen insbesondere Fragen zu konkreten Krisen- und Engpasssituationen, zur Zusammenarbeit mit externen Partnern, zu Vertrauen und Vertraulichkeit sowie zu realistischen Anforderungen an ein digitales Kompetenzdepot.
Prototypen
Um die Anforderungen an das digitale Kompetenzdepot zeitnah in einen Prototyp zu überführen und dessen Funktionsweise zu testen, wurden die Ideen für den ersten Prototyp vorgestellt, diskutiert und auf ihre Umsetzungsmöglichkeiten geprüft. Neben der Nutzeroberfläche ging es hierbei vor allem um konkrete Inhalte des Kompetenzdepots, beispielsweise die Integration eines Risikoscores oder den Zugriff auf ein sogenanntes Handlungs-Toolkit.
Erste Prototypen für das Kompetenzdepot wurden im Anschluss entworfen, getestet und den Projektpartnern vorgestellt. Aktuell beinhalten die Prototypen drei Versionen, die verschiedene Inhalte des Kompetenzdepots darstellen sollen: das Reaction Toolkit, das Matching Toolkit und das Risk Evaluation Toolkit.
Im weiteren Verlauf gilt es, die Prototypen zu testen und die inhaltlichen Anforderungen an das digitale Kompetenzdepot zu finalisieren.
Zentrale Erkenntnisse Q1
Zum Abschluss des ersten Quartals in 2026 lassen sich einige übergreifende Erkenntnisse festhalten:
- Der Austausch mit den Industriepartnern zeigt, dass ein digitales Kompetenzdepot nur dann praxisnah funktionieren kann, wenn technische Funktionen, konkrete Anwendungsfälle und Fragen zu Vertrauen, Vertraulichkeit und Datenzugriff gemeinsam gedacht werden.
- Nach der intensiven Analyse- und Konzeptphase ist es wichtig, stärker in die praktische Umsetzung zu gehen. Gleichzeitig braucht es ausreichend Zeit, um Anforderungen sorgfältig zu durchdenken und festzulegen.
- Im zweiten Projektjahr bietet sich eine gute Gelegenheit, erste Ergebnisse stärker nach außen zu tragen und den Austausch mit Praxis, Öffentlichkeit und Wissenschaft zu intensivieren.
Ausblick: So geht es weiter
Für die kommenden Monate sind folgende Schritte geplant:
- Prototypen weiterentwickeln und testen, um die Anforderungen an das Kompetenzdepot zu konkretisieren.
- Qualitative Interviewstudien durchführen, um zusätzliche wissenschaftliche und praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen.
- Vorbereitung und Durchführung des Events im Rahmen von NUEDIGITAL, um den Austausch mit externen Akteuren zu stärken.
Dabei stellt sich eine zentrale Frage für die nächsten Schritte:
„Wie lassen sich die Anforderungen an das Kompetenzdepot bestmöglich verstehen, priorisieren und in konkrete, praxisnahe Prototypen überführen?“
Wir freuen uns darauf, diese Frage gemeinsam im Konsortium weiter zu diskutieren und ResiKomp Schritt für Schritt in die nächste Phase zu führen.
ResiKomp – Quarterly Rückblick 2025/4
Oktober bis Dezember 2025: Vom Problem-verständnis zur gemeinsamen Lösungsfindung
Nachdem wir uns in den vergangenen Monaten intensiv mit der Analyse von Herausforderungen, Abhängigkeiten und Risiken in Wertschöpfungsnetzwerken beschäftigt haben, rückt nun zunehmend die gemeinsame Entwicklung konkreter Lösungen in Form des Kompetenzdepots in den Fokus. Der Austausch im Konsortium, wissenschaftliche Recherchen und nicht zuletzt das Konsortialtreffen vor Ort im Dezember haben diese Phase entscheidend geprägt.
Oktober: Forschung sichtbar machen und Grundlagen vertiefen
Lange Nacht der Wissenschaften: ResiKomp im JOSEPHS und der FAU

Im November war ResiKomp auf dem ersten Forschungs- und Entwicklungstag der Förderrichtlinie ResiPro bei Sartorius in Göttingen vertreten. Der Austausch mit Vertretern aus anderen Projektpartnern ermöglichte einen Blick über den eigenen Projektrahmen hinaus und lieferte wertvolle Impulse zu aktuellen Projektfortschritten.

Im JOSEPHS – Das offene Innovationslabor konnten Besucher konkrete Einblicke in die Zielsetzung des Projekts gewinnen und sich aktiv mit Fragen rund um globale Krisen, wie der Chipkrise 2022, auseinandersetzen. Außerdem waren sie dazu aufgerufen, selbst Feedback zu geben und zu beschreiben, was sie mit den Begriffen persönliche und industrielle Resilienz verbinden. Auch am Standort der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Nürnberg präsentierte der Lehrstuhl Wi1 gemeinsam mit dem Lehrstuhl FAPS seinen Besuchern zentrale Inhalte und Fragestellungen des Projektes.
Wissenschaftliche Recherchen: Vertiefung zentraler Konzepte
Parallel dazu wurden wichtige wissenschaftliche Grundlagenarbeiten vorangetrieben. Die beteiligten Forschungspartner FAU (Lehrstuhl FAPS sowie Lehrstuhl Wi1) und Technische Universität Chemnitz (TUC) analysierten bestehende Ansätze zu Resilienz im industriellen Kontext, Kompetenzmodellen, Open Innovation und interorganisationaler Zusammenarbeit.
Diese Recherchen bilden nunmehr eine zentrale Basis für das Projekt. Sie helfen dabei, Kompetenzdepots theoretisch klar einzuordnen, zentrale Kompetenzen für Resilienz zu verstehen und erste Hypothesen für die spätere Ausgestaltung von IT-Lösungen zu entwickeln. Deutlich wurde: damit ein Kompetenzdepot aktiv genutzt werden kann, braucht es klare Regeln, gleichzeitig entsteht enormes Potenzial in der gezielten, interorganisationalen Verknüpfung von Kompetenzen, Wissen und Ressourcen.
November: Austausch, Datenthemen und Vorbereitung auf die nächste Phase
F&E-Tag in Göttingen: Perspektiven aus Praxis und Forschung
Im November war ResiKomp auf dem ersten Forschungs- und Entwicklungstag der Förderrichtlinie ResiPro bei Sartorius in Göttingen vertreten. Der Austausch mit Vertretern aus anderen Projektpartnern ermöglichte einen Blick über den eigenen Projektrahmen hinaus und lieferte wertvolle Impulse zu aktuellen Projektfortschritten.
Beim F&E-Tag von Resipro in Göttingen bei Sartorius haben wir zunächst den aktuellen Zwischenstand unseres Projekts vorgestellt und uns einen Überblick darüber verschafft, woran die anderen Partner gerade arbeiten. Anschließend konnten wir in Themenarbeitskreisen gemeinsam an Inhalten arbeiten, uns tiefer in zentrale und partner-spezifische Themen einarbeiten und unser Projekt im Austausch weiter einordnen. Zum Abschluss gab es eine Führung bei Sartorius mit einer sehr spannenden Fabrikbesichtigung.


Fokus Datenaustausch: Chancen und Herausforderungen
Ein weiterer Schwerpunkt im November lag auf dem Thema Datenaustausch. In internen Diskussionen wurde herausgearbeitet, welche Rolle Daten für Kompetenzdepots spielen und wie diese in digitalen IT-Systemen dargestellt und geteilt werden können.
Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Daten und ihr Austausch ein zentraler Befähiger (Enabler) für das Kompetenzdepot sind. Viele der benötigten Unternehmensdaten sind vertraulich, können aber unter klaren Regeln sicher geteilt werden. Für das Projektteam entscheidend sind demnach klare Rahmenbedingungen, transparente Regeln und ein gemeinsames Verständnis darüber, welche Daten geteilt werden können, sollen oder müssen. Das Kompetenzdepot soll verschiedene Integrationsmuster umfassen, um die Daten unter der Berücksichtigung einer entsprechenden Governance abzubilden.
Vorbereitung des Konsortialtreffens
Parallel dazu liefen die inhaltlichen und methodischen Vorbereitungen für das nächste Konsortialtreffen im Dezember auf Hochtouren. Ziel war es, die bisherigen Erkenntnisse so aufzubereiten, dass sie im Konsortium gemeinsam reflektiert, zusammengeführt und priorisiert werden können, und zugleich zwei Workshop-Formate vorzubereiten, um den interaktiven Austausch vor Ort bestmöglich zu gestalten.
Zur Vorbereitung des Konsortialtreffens führten die Industriepartner interne Workshops durch, in denen Bedarfe an das Kompetenzdepot definiert wurden. Hierzu wurden durch Krisen entstehende Problem operationalen Lösungsmechanismen zugeordnet und durch die Bewertung von Auswirkung und Aufwand Lösungsvorschläge priorisiert, die die Grundlage für die Workshops des Konsortialtreffens bildeten.
Dezember: Konsortialtreffen
Persönlicher Austausch vor Ort, Rückblick auf Erreichtes und Ausblick auf 2026
Anfang Dezember kam das ResiKomp-Konsortium an der FAU in Nürnberg zusammen. Das Treffen markierte einen wichtigen Meilenstein: Nach dem ersten Jahr intensiver Analysearbeit standen der Abgleich der Perspektiven und die gemeinsame Verdichtung der Ergebnisse im Mittelpunkt.

Gemeinsam blickten wir auf das vergangene Jahr zurück und erhielten zugleich wertvolle Impulse zum organisatorischen Rahmen des Projekts vom Projektträger Karlsruhe (PTKA). In mehreren Workshops wurden unternehmensspezifische Bedarfe zusammengeführt, Problem-Lösungs-Paare diskutiert und zentrale Enabler für Kompetenzdepots identifiziert und priorisiert. Der persönliche Austausch erwies sich dabei erneut als entscheidend, denn viele Themen ließen sich im direkten Dialog tiefer diskutieren und schneller weiterentwickeln.

Außerdem wurde der persönliche Austausch gestärkt, sei es bei der gemeinsamen Mittagspause, beim Besuch des JOSEPHS Spot vor Ort oder beim abendlichen Gang über den Christkindlesmarkt. Der Tag zeigte: ResiKomp wächst weiter, inhaltlich, methodisch und zwischenmenschlich.

Ergebnisse strukturieren und nächste Schritte planen
Auf Basis der Workshops wurden die Ergebnisse im Nachgang strukturiert, zusammengefasst und für die nächsten Projektphasen aufbereitet. Besonders wichtig war dabei die Priorisierung: Nicht alle identifizierten Bedarfe können gleichzeitig adressiert werden, umso entscheidender ist es, sich auf diejenigen Aspekte zu fokussieren, die unternehmensübergreifend den größten Hebel für Resilienz versprechen.
Zentrale Erkenntnisse zum Jahresende
Zum Abschluss des Jahres lassen sich einige übergreifende Erkenntnisse festhalten:
- Der Übergang von der Problembeschreibung zur Lösungsfindung ist gelungen: ResiKomp bewegt sich zunehmend in Richtung konkreter Ausgestaltung von Kompetenzdepots.
- Die Vielfalt der Perspektiven aus Wissenschaft und Industrie ermöglicht ein tiefes, realitätsnahes Verständnis der Herausforderungen in Wertschöpfungsnetzwerken.
- Priorisierung ist entscheidend, um aus komplexen Problemstellungen handhabbare, umsetzbare Lösungen zu entwickeln.
- Der persönliche Austausch im Konsortium ist ein zentraler Erfolgsfaktor und durch digitale Formate nicht vollständig ersetzbar.
Ausblick: So geht es weiter
Für die kommenden Monate sind bereits die nächsten Schritte geplant:
- Qualitative Interviews dienen dazu, das aufbereitete theoretische Wissen gezielt durch die Expertise unternehmensinterner Fachpersonen zu ergänzen und unterschiedliche Perspektiven systematisch zu erfassen.
- Die Bewertung der Datenfreigabe wird unternehmensintern weiter vertieft, um realistische Rahmenbedingungen für das Kompetenzdepot abzuleiten und dessen Ausgestaltung gezielt vorzubereiten.
- Ab Januar beginnt die konkrete Ausarbeitung der Bedarfe, mit dem Ziel, die Anforderungen an das Kompetenzdepot weiter zu schärfen und erste Use Cases final auszuarbeiten.
Dabei stellt sich eine zentrale Frage für die nächsten Schritte:
„Welche Themen, Funktionen oder Mechanismen des Kompetenzdepots sollten im Jahr 2026 vorrangig entwickelt und getestet werden?“
Wir freuen uns darauf, diese Frage gemeinsam im Konsortium weiter zu diskutieren und ResiKomp Schritt für Schritt in die nächste Phase zu führen.

